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Abbreviatur

Abkürzung, wie z.B.

Abfallend

Bilder und Linien, die den Papierrand einer Drucksache berühren, nennt man angeschnitten oder abfallend

Absatz

Über die Satzgröße hinausgreifende, inhaltlich relativ abgeschlossene Einheit innerhalb eines Textes. Bestimmt durch das Absatzzeichen ¶

Abschnitt

Im Gegensatz zum Absatz größere in sich abgeschlossene, inhaltlich neue Einheit eines Textes (z.B. ein Kapitel oder Unterkapitel); beim Fehlen von Zwischenüberschriften kann der Abschnitt typografisch z.B. durch Leerzeile, Initiale, Kapitälchen oder hängenden Einzug gekennzeichnet werden.

Abstand

Leerraum ober- bzw. unterhalb eines Absatzes.

Acrobat Distiller

Adobe Acrobat Distiller gilt als Referenzprogramm zur Erzeugung von PDF-Dateien – hierbei werden aus PostScript-Dateien PDF-Dokumente erzeugt. Acrobat Distiller ist für Windows und Mac verfügbar.

Additive Farbmischung

Lichtfarbenmischung aus den Grundfarben Rot, Grün und Blau (RGB .z.B. Farbdarstellung beim Monitor). Bei dieser Farbmischung wird von der völligen Lichtlosigkeit = Schwarz ausgegangen. Die Mischung aller drei Farben ergibt Weiß!

Adobe Acrobat

Die Adobe Acrobat-Produktfamilie beinhaltet Programme, die zum Erstellen, Verwalten, Kommentieren und Verteilen von PDF-Dateien verwendet werden können. Das komplette Programmpaket von Adobe Systems ist kostenpflichtig, kann aber als 30 Tage Testversion mit vollem Funktionsumfang kostenlos von www.adobe.com heruntergeladen und getestet werden. Adobe hat die Namen seiner Programme immer wieder leicht verändert! Programme zum Betrachten, Erstellen, Bearbeiten, Kommentieren, Aufbereiten und Signieren von PDF-Dokumenten heißen in der Regel Acrobat, Acrobat Standard, Acrobat Professional. Programme die nur zum Erstellen von PDF-Dokumenten dienen, nicht aber zum Anzeigen oder Bearbeiten, sind PDFMaker, PDFWriter und Distiller. Die Programme zum Betrachten von PDF-Dokumenten egal ob online oder offline heißen „Acrobat Reader“ (später „Adobe Reader“) und werden kostenfrei zur Verfügung gestellt!

akademische Kommunikation

Kommunikationsbereich, der zu den bevorzugten Einsatzgebieten von DTP gehört; ursprünglich von schreibmaschinengeschriebenen und im Kleinoffset vervielfältigten Druckerzeugnissen geprägt, finden sich viele Züge der Schreibmaschine auch im DTP und werden als „neue Norm“ in den typografischen Satz übernommen, so daß nicht selten im Widerspruch zum professionellen Satz stehende Zeichenverwendung und Satzgestaltung, d.h. Vestöße gegen die Ortho-typografievorkommen.

Akkolade

Geschweifte Klammer, Nasenklammer { }; in älterer Typografie auch als horizontale Linie bei der Gestaltung von Tabellen; Parenthese.

Akzente

Zusätzliche grafisch distinktive Elemente der Buchstaben, die Betonungs- oder Aussprachehinweise geben. Man unterscheidet Akut (Áá, Éé, Íí, Óó, Úú, Ýý), Gravis (Àà, Èè, Ìì, Òò, Ùù), Zirkumflex (Ââ, Êê, Îî, Ôô, Ûû), Cedille (Çç), Trema (Ëë, Ïï, ÿ), Tilde (Ññ, Õõ) und Hacek (Šš). Morphologisch können also die deutschen Umlaute als Kombination von A/a, O/o, U/u und dem Trema gesehen werden. Im DTP als Sonderzeichen oder diakritische Zeichen bezeichnet.

Akzidenzen

Alle Drucksachen, die nicht zum Werk, Zeitungs- und Zeitschriftendruck zählen

Akzidenzdruck/-satz

Gelegenheitsdrucksachen aus dem Geschäfts- und Privatbereich (Visitenkarten, Briefbogen, Prospekte, Formulare etc.). Gegensatz Werkdruck, Zeitungsdruck

Akzidenzschriften

In der Bleisatzära alle Schriften für Akzidenzdrucksachen. Diese wurden von Zeitungsschriften streng getrennt gehalten, da letztere durch das häufige Stereotypieren stark strapaziert und schnell abgenutzt wurden. In der Druckerei konnte also einige Schriftgrade derselben Schrift sowohl als Akzidenz- wie auch als Zeitungsschrift vorhanden sein. Die Unterscheidung bezog sich also lediglich auf den physischen Zustand der Lettern. Gegensatz Zeitungsschriften.

Aldus Manutius

Eigentlich Aldo Manutio (1445–1515), venezianischer Buchdrucker der Renaissance; verwendete als erster eine kursive Druckschrift. Nach ihm ist die DTP-Software Aldus PageMaker benannt.

Aldus PageMaker

DPT-Software der Firma Adobe, zumindest in älteren Versionen besonders für Akzidenzdrucksachen und Anzeigen, weniger als Umbruchprogramm geeignet.

Alinea (a linea = von der Zeile)

Neue Zeile; erste Zeile eines neuen Absatzes, optisch meist durch einen Einzug gekennzeichnet. Kommt eine solche Zeile beim Umbruch ans Ende einer Kolumne zu stehen, spricht man von einem „Schusterjungen“.

Allograph

Parallel zu Allophon gebildeter Terminus zur Bezeichnung von freien Varianten eines Graphs. Diese entstehen durch unterschiedliche periphere grafische Merkmale. Es lassen sich mehrere Arten von Allographen unterscheiden:
Graphische Varianten, die sich im Verlauf der Schriftgeschichte eingebürgert haben, z.B. der Wechsel von i/j und u/v.
Konkret realisierte Varianten eines Graphems, die in orthographisch geregelter Beziehung stehen, z.B. im Deutschen die verschiedenen Schriftzeichen und Zeichenkombinationen für die s-Laute (s, ss, ß) sowie für die unterschiedlichen Längenbezeichnungen (z.B. in Meer, mehr, reden). Die Dichotomie handschriftliche vs. druckschriftliche (also typografische) Präsentation eines Buchstabens. Die durch charakterische periphere graphische Merkmale gekennzeichneten Schriftarten stellen ebenfalls Allographe eines Schriftzeichens dar. Schließlich noch die durch unterschiedliche Breite und Stärke gekennzeichneten Varianten einer Schriftart (Schriftschnitte).

Alphabetbreite

Gibt den horizontalen Raumbedarf einer Schrift gegenüber anderen Schriften an; nicht zu verwechseln mit der flexiblen Laufweite. Die Alphabetbreite wird festgestellt, indem man die 26 Kleinbuchstaben der lateinischen Schrift von a bis z aneinander reiht und die verschiedenen Schriften bei konstantem Schriftgrad miteinander vergleicht. Allerdings kann die Größenwirkung der einzelnen Schriften aufgrund des Verhältnisses von Ober-, Mittel- und Unterlänge sehr variieren.

anaxialer Satz

Asymmetrische Anordnung der Textelemente. Asymmetrische Typografie

Anführungszeichen

Typographische Zeichen aus der Gruppe der Interpunktionen in Form von Gänsefüßchen „“ und Guillemets « » zur optischen Markierung von direkter Rede und Zitaten sowie zur Hervorhebung von Wortteilen, Worten oder Satzteilen. Manche deutsche Typografen ziehen die Guillemets den Gänsefüßchen vor – zumindest für Textelemente in Schaugrößen – da letztere optisch Löcher in die Zeile reißen. In verschiedenen Sprachen und Sprachkulturen haben sich unterschiedliche Konventionen der Verwendung gebildet: z.B. de „“ sowie » «, en “ ”, fr « », fi ” ”. Die seit Einführung der DTP-Software sich immer mehr verbreitende englische Markierungsweise gilt als nicht professionell. Das aus dem Zeichensatz der Schreibmaschine stammende und in die Textverarbeitung übernommene – nun von manchen wissenschaftlichen Verlagen so genannte „Internationale Anführungszeichen“ in Form von senkrechtstehenden Doppelstrichen („Zollzeichen“ – ANSI 034) ist typografisch gesehen ein Paradox, da es nicht über die charakteristischen peripheren grafischen Merkmale der betreffenden typografischen Schrift verfügt. Seine Verwendung im Schriftsatz wird von professionellen Typografen scharf abgelehnt.

Angeschnittene Abbildungen

Sollen Abbildungen (z.B. Fotos oder farbige Flächen) bei der fertigen Drucksache bis an den Papierrand gehen, muss dies bereits im Layout entsprechend berücksichtigt werden. Diese Abbildungen müssen über das eingerichtete Seitenformat hinausragen, damit beim Beschneiden der Drucke auf das gewünschte Endformat keine unerwünschten weissen Blitzkanten entstehen. Den Motivbereich ausserhalb der eingerichteten Dokumentseite bei der Layouterstellung für einen „Randlosen Druck“ nennt man auch Beschnittzugabe! Die erforderlich Beschnittzugabe für Drucksachen beträgt allgemein 3 mm, bei Umschlägen für Hardcoverbüchern 10 mm.

Anlage

Stand der Vorder- und Seitenmarken an den Druck und Falzmaschinen

Anmutung

Auf peripheren grafischen Merkmalen beruhende assoziative Wirkung (individuelle Ausstrahlung) einer Schrift auf den Leser, z.B. steif, schwungvoll, romantisch, technisch, auch Kongenialität oder assoziative Wirkung genannt.

ANSI-Code

Zeichensatz für Windows, stimmt für die Nummern 32 bis 127 mit dem ASCII-Code überein (ANSI = Abkürzung für American National Standards Institute).

Antiqua

Im weiteren Sinn synonym für runde Schriften im Gegensatz zu gebrochenen Schriften (vgl. Antiqua vs. Fraktur); Sammelbegriff für die meisten der heute in Gebrauch befindlichen Schriften des lateinischen Alphabets, eingeführt von den Gelehrten und Druckern der Renaissance als Kombination aus Versalien/Großbuchstaben der römischen Capitalis monumentalis, einer Majuskelschrift, und Kleinbuchstaben der irrtümlich für antik gehaltenen karolingischen Minuskel. Die peripheren grafischen Merkmale vieler Antiquaschriften wurdenauch auf Schriften des kyrillischen und des griechischen Alphabets übertragen, so daß heute eine Schriftfamilie wie z.B. die Times oder die Garamond ihr Pendant in nichtlateinischen Schriftsystemen hat, was besonders für die Gestaltung und Herstellung multilingualer Drucksachen von Vorteil ist. Im engeren Sinn (vor allem umgangssprachlich, aber auch von Typografen wie Jan Tschichold) verwendet für serifennormale Schriften im Gegensatz zur Grotesk. Im engsten Sinne steht Antiqua für die klassizistischen Schrift im Gegensatz zur älteren Antiqua oder Mediäval

Antiqua im Fraktursatz

In den Richtlinien für den Schriftsatz erfolgen Anweisungen, daß bestimmte Textelemente (Fremdwörter romanischen Ursprungs) bei Verwendung von Frakturschriften in Antiquaschrift in den Text einzufügen sind.

Antiquasatz

Mengensatz, bei dem nur Antiquaschriften verwendet werden; Gegensatz Fraktursatz.

Antiqua-Varianten

Schriftklasse VII; hier findet man alle Antiquaschriften, die sich aufgrund ihrer Strichführung (Duktus) und ihrer ausgeprägten peripheren grafischen Merkmale bei den Klassen I-VI nicht einordnen lassen; meist handelt es sich um Plakat-, Headline-, Displayschriften mit monumentalem oder dekorativen Charakter. Die Grenzen zu den Klassen VII und IX sind fließend.

Apostroph

Auf Höhe der Oberlänge stehendes, kommaförmiges Zeichen. Dient im Deutschen als Auslassungszeichen für einen oder mehrere Buchstaben und zur Markierung des Genitivs von Namen, die auf s, ss, ß, tz, z, x enden und kein Artikelwort bei sich haben. Innerhalb eines Wortes ohne Zwischenraum. Am Wortende folgt etwas weniger Zwischenraum zum nächsten Wort als normal.

ASCII-Code

American Standard Code for Information Interchange; 7-bit Codierung für 128 Zeichen, enthält nicht die europäischen Sonderzeichen; diese sind durch den 8-bit-ASCII-Code eingeschlossen, allerdings länder- und herstellerspezifisch, was bei Konvertierung berücksichtigt werden muß.

assoziative Wirkung

von Schrift Anmutung, Kongenialität.

Ästhetikprogramm

Programm oder DTP-Modul, das den Text (Satz) ästhetisch aufbereitet: Unterschneidung kritischer Buchstabenverbindungen (Kerning); optischer Randausgleich bei Bindestrich, Komma, Punkt und Anführungszeichen sowie bei Initialbuchstaben; Abrücken bestimmter Interpunktionen ( ; : ! ? ) vom vorhergehenden Buchstaben. In den gängigen DTP-Programmen ist meist nur das Kerning enthalten.

asymmetrische Typografie

Typografisches Gestaltungsprinzip, bei dem einzelne Textelemente bzw. Textblöcke um den Balancepunkt so in Gruppen angeordnet werden, daß „Zwei-“ oder „Dreiklänge“ entstehen; anaxialer Satz.

Auflage

Anzahl der Exemplare einer Drucksache. Generell gilt – je höher der Auflage, desto günstiger wird ein Exemplar.

Auflösung

Anzahl der Bildpunkte/Pixel auf einer Fläche. Die Auflösung wird in ppi (pixel per inch).

Ausbringen/Austreiben

Die Wortabstände einer Zeile so stark erweitern, daß eine weitere Zeile entsteht; Arbeitstechnik des Setzers in der Bleisatzära zur Vermeidung von Hurenkindern und Schusterjungen; vgl. Ausschließen.

Ausgang, Ausgangszeile

Letzte, mehr oder weniger ausgefüllte Zeile eines Absatzes. Wird in bestimmten Positionen als Umbruchfehler (Hurenkind) gewertet. Gegensatz Alinea. Der Ausgang sollte in jedem Fall den Einzug der folgenden Zeile decken.

Ausgleichen

Die optische Angleichung der Buchstabenzwischenräume vor allem beim Versalsatz (für Qualitätssatz aber auch bei Kleinbuchstaben in größeren Schriftgraden), die durch unterschiedliche Buchstabenbreiten und das Zusammentreffen von Buchstaben mit und ohne Fleisch (kritische Buchstabenverbindungen) notwendig ist. A. geschah im Bleisatz vor allem nur durch Spationieren, in seltenen Fällen auch durch Unterschneiden (Kerning). Im DTP gibt es automatisch nur die Verkleinerung durch Kerning, was bei Versalsatz dazu führt, daß die Laufweite zu eng gesetzt ist.

Auslassung

Beim Setzen ausgelassenes Wort oder Zeile (Leiche).

Ausrichtung

DTP-Terminus für Satzart; bezieht sich auf das Verhältnis der Zeilen zueinander und ihre Wirkung als Textblock. Sind alle Zeilen gleich lang und beginnen sie alle links an der gleichen Linie, spricht man vom Blocksatz; bei ungleich langen Zeilen entstehen die Flattersatzformen: linksbündig, rechtsbündig,zentriert/mitte, asymmetrisch/frei.

Ausschießen

Bei gleichzeitigem Druck mehrerer Seiten die Anordnung in der Druckform zum Druckbogen (Schöndruck u. Widerdruck), damit danach durch Falzen des Bogens die richtige Reihenfolge entsteht.

Ausschließen

Im Bleisatz Arbeitsvorgang zum Erzielen gleichlanger Zeilen (Blocksatz) durch gleichmäßige Vergrößerung bzw. Verringerung der Wortzwischenräume, wobei der Buchstabencharakter (freier Raum, Punzen) berücksichtigt wurde; Ausgleichen, Austreiben. Eine moderne Spielart im Computer ist z.T. das automatische Letterspacing, das man auch „Zeilensperren“ nennen könnte.

Ausschluß

Im Bleisatz schriftbildloses Material (Blindmaterial), im Normalfall in derHöhe von 54 Punkt, zum Füllen der Zeilen (Ausschließen), für Wortzwischenräume und zum Spationieren. Ausschluß gab es als feine Spatien, starke Spatien, Viertelgevierte, Drittelgevierte, Halbgevierte und Gevierte bzw. in 1, 1,5, 2, 3 und 4 Punkt sowie Halbgevierte und Gevierte.

Austreiben

Textelemente einer Zeile durch starkes Spationieren der Buchstabenund Wortabstände auf eine gewünschte Breite bringen (vgl. automatisches Letterspacing). Ebenso wird das Vergrößern der Zeilenabstände zwecks Füllung der Seite als Aaustreiben bezeichnet; vgl. Ausschließen.

Auszeichnen

Hervorhebung einzelner Zeichenfolgen im Text unterscheiden:
optisches Auszeichnen zur raschen Erfassung des Hervorgehobenen (z.B. durch fetteren Schriftschnitt). Bei starkem Fettenunterschied als kontrastreiches Auszeichnen bezeichnet.
harmonisches Auszeichnen, bei dem die Grauwirkung (der Grauwert) des Satzspiegels möglichst beibehalten wird (z.B. durch Kursiv und Kapitälchen); besonders in belletristischen Werken genutzt.

Auszeichnungsschrift

Im Bleisatz Bezeichnung für die Schriftschnitte kursiv, halbfett und fett, die zum Auszeichnen verwendet wurden.

Auszug

Über den linken Satzspiegelrand bzw. Spaltenrand hinausragende Zeilenanfang (= negativer Einzug); hängender Einzug.

Autorenkorrektur

Nach Durchführung der Hauskorrektur in der Druckerei dem Kunden zur Überprüfung vorgelegter Abzug mit endgültigem Layout. Wünscht der Kunde Änderungen, die vom ursprünglichen Manuskript abweichen, so wird die Autorenkorrektur. gesondert in Rechnung gestellt.

axiale Satzanordnung

Mittelachse; symmetrische Typografie

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