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Balancelinie

Vom Seitenverhältnis des Papierformats abhängige imaginäre Linie als Gestaltungshilfsmittel, um die herum bei symmetrischer Typografie leichte und schwere Textgruppen ausbalanciert werden.

Balancepunkt

Auf der Balancelinie wandernder Punkt als Hilfsmittel bei der Layoutgestaltung, um den herum bei asymmetrischer Typografie leichte und schwere Textgruppen ins Gleichgewicht gesetzt werden.

Barock-Antiqua

Schriftklasse III; Klasse von Antiquaschriften, zwischen der Renaissance-Antiqua und der Klassizistischen Antiqua. Kennzeichen: klarerer Strichstärkenkontrast senkrechter und waagrechter Linien, fast senkrechte Achsneigungen der Rundungen. Nach ihrem Vorbild schuf Stanley Morison 1932 die Times New Roman für die Zeitung The Times.

Base Line

Schriftlinie

Baskerville

Barock-Antiqua nach Vorlagen des englischen Stempelschneiders John Baskerville, geschaffen zwischen 1757–1773.

Bastardschriften

Schriften, die charakteristische Merkmale zweier Schriftklassen vereinen und daher nicht eindeutig zugeordnet werden können, z.B. Mischungen aus Antiqua und Fraktur; in der Regel keine historisch gewachsenen Schriften, sondern Kreationen von Schriftzeichnern und -designern.

Begriffszeichen

auch Logogramm/Logograph; Zeichen wie &, §, %, $ etc.; dazu gehören prinzipiell auch Grad-, Zoll-, Minuten- und Sekundenzeichen. Zwischen ihnen und der vorausgehenden oder folgenden Ziffer ist ein Abstand einzufügen; außerdem dürfen beide am Zeilenende nicht voneinander getrennt werden.

Bildbearbeitung

Bearbeitung von eingescannten Bildern und Fotos

Bindestrich

auch Divis genannt, kürzester Strich, dessen Funktion es ist, Elemente aneinanderzubinden; Gegensatz Gedankenstrich.

Bitmap-Zeichensatz

Outline-Zeichensatz

Black

Fette oder extrafette Schriftschnitt.

Bleisatz

Seit Gutenberg genutzte Technik der Herstellung von Druckformen durch das Aneinanderreihen von Lettern im Handsatz; seit Ende des 19. Jhdt. wurde für umfangreiche Texte Maschinensatz eingesetzt; abgelöst durch Fotosatz und Mitte/Ende der 80er Jahre durch DTP (Computersatz).

Blindmaterial

Im Bleisatz alle nicht druckenden Füllmaterialien aus Blei.

Blindtext/Blindsatz

Sinnfreier Text, der in der Entwurfsphase anstelle des endgültigen Textes im Layout den Grauwert des Satzspiegels und damit die optische Wirkung der betreffenden Textelemente zeigen sollte. Prinzipiell sollte ein Blindtext aus sprachspezifischen Elementen (Wörtern) zusammengestellt werden, nicht aus Phantasiewörtern, da jede Sprache durch die Frequenz und das Auftreten von Großbuchstaben und unterschiedlichen Akzentzeichen ihr typisches Schriftbild hat.

Blockade

Im Bleisatz eingefügte, mit dem Letterfuß nach oben stehende Buchstaben als „Platzhalter“ für im Manuskript unlesbare oder noch nicht feststehende Textelemente (z.B. Zahlen). Dadurch sollten der Korrektor oder der Autor beim Korrekturlesen auf solche Stellen aufmerksam gemacht werden.

Blocksatz

Eine Satzart, bei der alle Zeilen von gleicher Länge sind und links und rechts eine geschlossene Linie bilden.

Blocksatz zeilenversetzt

Eine (expressive) auffällige Satzform, bei der unter Abweichung vom Prinzip optimaler Lesbarkeit gleichlange Zeilen paarweise gegeneinander versetzt werden, so daß vier optische vertikale Satzränder entstehen.

Blockschrift

Umgangssprachlich für Serifenlose Linear-Antiqua mit relativ kräftiger Strichstärke.

Bodoni, Giambattista

Italienischer Stempelschneider und Buchdrucker 1714–1813; Schöpfer der Bodoni-Antiqua; von ihm auch das Manuale Tipografico, 1818 von seiner Witwe veröffentlicht.

Bodoni-Antiqua

Schriftart der Klasse Klassizistische Antiqua, geschaffen von Giambattista Bodoni. Charakteristika: feine, waagerechte Haarstriche, keine Achsneigung der Rundungen.

Bodytext

Im DTP das Grundtag (Absatzformat) im Default für die große Textmenge, in etwa dem Grundtext der Bleiära in Brotschrift vergleichbar.

Bogen

Das zu bedruckende Papier, rechteckig in einer bestimmten Größe zugeschnitten (kleinste Größe 39 x 55 cm, größte 50 x 70 cm); in Europa in der Regel in einem DIN-Format.

Druckbogen

Im DTP: Bogenförmig gesetztes Textelement.

Bogensignatur

Kleiner Vermerk (in 6-Punkt-Schrift) am unteren Rand des Druckbogens, enthält – außer beim Titelbogen – die Numerierung des Bogens in arabischer Ziffer (Bogenziffer) und evt. in Kurzform Verfasser- und Titelangabe. Normalerweise steht auf der ersten Seite des Schöndrucks die Bogenziffer als Prime, auf der dritten Seite zur Kennzeichnung des Widerdrucks die gleiche Ziffer mit einem Stern als Sekunde.

Bold

Fett. Im DTP wird damit in der Regel der halbfette Schriftschnitt bezeichnet, der professionell Demi Bold oder Semi Bold heißt.

Bold Italic

Fett kursiv. Im DTP wird damit in der Regel der halbfette kursive Schriftschnitt bezeichnet, der professionell Demi Bold Italic oder Semi Bold Italic heißt.

Book

Engl. Zusatz bei Fontnamen; bezeichnet den Standardschnitt von Werkschriften (Antiqua und Grotesk).

Breitenlauf

Im Gegensatz zu Laufweite und Alphabetbreite die für einige Schriftschnitte (extra schmal, schmal/condensed, breit, extra breit etc.) in Relation zum normalen Schnitt (Standard/Regular) abweichende, charakteristische horizontale Ausdehnung der Buchstaben.

Brotschrift

Schriften in Lesegrößen für den Mengensatz, aus denen vor der Erfindung der Setzmaschine Legionen von Handsetzern den Grundtext von Zeitungen und Werken setzten und damit ihr Brot verdienten. Gegensatz Akzidenzschrift, Auszeichnungsschrift.

Buchstabe

Letter, Type.

Buchstabenabstand

Buchstabenzwischenraum

Buchstabenbreite

Dickte

Buchstabenzwischenraum

auch Buchstabenabstand: im Bleisatz Zurichtung, im Foto- und Computersatz Laufweite; eine flexible Größe, die u.a. dem Schriftgrad und dem Schriftcharakter angepaßt werden muß.

Bundsteg

Breite des inneren Papierrandes einer Seite

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