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Default

Im DTP voreingestellte Werte, Standardwerte. Da sie in der Regel von Programmierern rechnerisch ermittelt und festgelegt wurden, folgen sie nicht optischen Gesetzen, sollten abgeändert werden, um gestalterisch zufriedenzustellen.

deleatur

lat. tilgen, herausnehmen. Dem „d“ der deutschen Kurrentschrift ähnliches Korrekturzeichen, besagt daß etwas weggenommen oder gestrichen werden muß.

Demi Bold

Halbfetter Schriftschnitt, auch Semi Bold; im DTP häufig nur als Bold bezeichnet.

Design

Layoutgestaltung

Detailtypografie

Mikrotypografie

Deutsche Schrift

Veraltete, volkstümliche Bezeichnung für gebrochene Schriften (Fraktur). Von der Fraktur abgeleitete Schreibschriften, vom lateinischen Alphabet stark abweichenden Buchstabenformen (Kurrentschrift).

diakritische Zeichen

Striche, Punkte, Häkchen etc. über oder unter einem Buchstaben, die Aussprachhinweise geben. In einigen europäischen Sprachen fester Teil der Buchstaben.

Dickte

Bei den Bleilettern die individuelle Breite der Letter mit freiem Raum (Fleisch) links (Vorbreite) und rechts (Nachbreite), die für optimale Zurichtung bzw. Laufweite sorgt.

dicktengleiche Schrift

Schreibmaschinenschrift (monospaced): Schrift, bei der alle Buchstaben unabhängig von ihrer Gestalt gleich breit sind.

Didot

Französische Familie von Druckern und Schriftgießern, die unter Napoleon I. ihren Einfluß fast auf ganz Europa ausdehnte. Firmin Didot schuf eine Klassizistische Antiqua, die Didot-Antiqua; Didot-Punkt.

Didot-Punkt

Das von Pierre Simon Fournier um 1735 erfundene Maßsystem wurde um 1785 von der Schriftgießerei Didot auf der Basis des französischen Fußes (Pied de roi = 864 Punkte) verbessert und fand in ganz Europa Verbreitung. 1879 wurde es von dem Berliner Schriftgießer Hermann Berthold auf den 2660sten Teil eines Meters festgelegt (1000 mm = 2660 Punkt, 1 mm = 2,66 Punkt, 1 Punkt = 0,37597 mm, heute auf 0,376 mm abgerundet.

DIN 5008

Schreib- und Gestaltungsregeln für die Textverarbeitung

DIN 16518

Einteilung der Druckschriften aus dem Jahr 1964 (Neuklassifizierung ist in Arbeit) nach Schriftgattungen unter kulturhistorischem und formalem Aspekt (Duktus, Serifen und Buchstabenrundungen) in 11 Klassen:

  • Venezianische Renaissance-Antiqua
  • Französische Renaissance-Antiqua
  • Barock-Antiqua
  • Klassizistische Antiqua
  • Serifenbetonte Linear-Antiqua
  • Serifenlose Linear-Antiqua
  • Antiqua-Varianten
  • Schreibschriften
  • Handschriftliche Antiqua
  • Gebrochene Schriften
    a) Gotisch
    b) Rundgotisch
    c) Schwabacher
    d) Fraktur
    e) Frakturvarianten
  • Fremde Schriften

DIN-Formate

Papierformate, deren Seiten im Verhältnis 1 zu Wurzel aus 2 stehen, was eine verlustfreie Teilung ermöglicht. Ausgehend von 1 m2 Flächeninhalt erhält man DIN A0, dann DIN A1, DIN A2 etc. Das im DTP-Bereich wohl am häufigsten gebrauchte Format ist in Europa DIN A4.

DIN A0: 841 x 1189

DIN A1: 594 x 841

DIN A2: 420 x 594

DIN A3: 297 x 420

DIN A4: 210 x 297

DIN A5: 148 x 210

DIN A6: 105 x 148

DIN A7: 74 x 105 mm

 

diplomatischer Satz

Die zeichen- und zeilengetreue Übertragung von hand- und maschinengeschriebenen sowie typografischen Texten zwecks Nachahmung in Schriftsatz; kommt besonders im Werksatz vor.

Displayschriften

Bezeichnung für Titelschriften bzw. Schriften in Schaugrößen. Als Displayschriften können Schriften aller Klassen vorkommen; Gegensatz Brotschriften, Lesegrößen.

distinktive grafische Merkmale

Grafisch distinkte Merkmale – GDM. Durch die GDM unterscheiden sich die einzelnen Buchstaben von einander; sie können als Grundformen der Buchstaben gelten, wie sie uns von einigen serifenlosen Schriften geläufig sind. Gegensatz periphere grafische Merkmale

Divis

Binde- bzw. Trennungsstrich.

Doppelseite

Gegenüberliegende Seiten einer Drucksache, die beim Layout als Gestaltungseinheit zu behandeln sind. Beim Paginieren ist links stets die gerade Seite, rechts die ungerade.

Dot

Der kleinste darstellbare Bildpunkt, aus dem sich Schriftbild wie Abbildungen zusammensetzen.

dpi/DPI

Dots per inch: Maß zur Angabe der Auflösung von Laserdruckern, Laserbelichtern, Bildschirmen und Scannern.

Druckbogen

Der 4 (Folio), 8 (Quart), 16 Seiten (Oktav) oder ein sonstiges Mehrfaches von 4 gleichzeitig zu druckenden Seiten enthaltende Papierbogen. Die zuerst gedruckten Seiten nennt man Schöndruck, auf der Rückseite des Bogens erfolgt der Widerdruck. Die Reihenfolge der Seiten erfolgt nach Regeln des Ausschießens.

Druckvorlage

Fertig gestaltete Seite einer Publikation, nach der der Film bzw. die Druckplatte für den Offsetdruck angefertigt wird.

DTP

Abkürzung für Desktop Publishing. Herstellung von Druckvorlagen mittels DTP-Software. Außerdem soll DTP die Erstellung einer Publikation mit verschiedenen Dateiarten (Text, Bild, Grafik) ermöglichen.

DTP-Punkt

Auf den Computer zugeschnittene typografische Maßeinheit zwischen dem Didot-Punkt und dem Pica-Point: 1 pt = 0,3528 mm.

DTP-Software

Software-Programme für Desktop Publishing, zerfallen in zwei Gruppen: die rahmenorientierten Layoutprogramme wie PageMaker, besonders geeignet für Akzidenzsatz, und die seitenorientierten Umbruchprogramme wie Ventura Publisher für Werksatz.

Duktus

Ursprünglich durch die Federführung des Schreibers entstandener Ausdruck der Schrift als Wechsel von feinen und fetten oder gleichstarken Buchstabenstrichen; auch bei typografischen Schriften ist damit der charakteristische Wechsel von Strichen verschiedener oder gleicher Stärke gemeint.

Dummy

Wirklichkeitsgetreue Attrappe, Aufmachungsmuster (z.B: eines Buches); Layout.

Duplikat

Kopie des Originals

Durchschuß

Im Bleisatz nichtdruckende Metallstücke (Regletten), die zwischen die Zeilen gelegt wurde, um den gewünschten Zeilenabstand zu erhalten. Der Durchschuß sollte etwa 1/4 der Schriftgröße betragen, bei kurzer Zeilenbreite ist der Wert zu reduzieren, bei langen Zeilen zu erhöhen. Außerdem spielt der Schriftcharakter (Verhältnis von Ober-/Unterlängen zu den Mittellängen) eine Rolle.

dynamischer Zeilenfall

Deutlicher Rhythmus von kürzeren und längeren Zeilen und damit ein ästhetisch befriedigendes Textbild beim Flattersatz; vgl. Zeilenfall.

 

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