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Fahne, Fahnenabzug

Abzug des Rohsatzes vor dem Umbruch, also noch ohne Seiteneinteilung, zur Überprüfung der sprachlichen Richtigkeit.

falsche Kapitälchen

Verwendet für Pseudokapitälchen; diese bestehen aus Versalien eines kleineren Schriftgrades; daher ist ihre Strichstärke dünner als bei echten Kapitälchen und damit zu vermeiden.

Falz

Bei doppelseitigen Drucksachen der leere Raum zwischen zwei Seiten.

Falzen

Standardisiertes Falten eines größeren, bedruckten Papierbogens (z.B. Kreuzfalz, Wickelfalz, Leporellofalz), auf dem die Seiten nach einem bestimmten System angeordnet sind (Ausschießen), um das Endformat der Drucksache zu erhalten.

Farbe

Schriftunabhängiges typographisches Element.

farbige Unterlegung

Unterlegung

fett

Schriftschnitt mit starken Strichstärken, der im DTP black heißt und nicht mit bold (halbfett) verwechselt werden darf.

fiktiver Kegel

Vertikaler Raumbedarf einer Schrift; setzt sich zusammen aus der hp-Höhe und etwas unten angefügtem Raum; entspricht damit dem Schriftkegel des Bleisatzes, bei dem das Schriftbild stets etwas kleiner als der Schriftkegel war.

Fixationen

Beim Leseprozeß die 0,2–0,4 Sekunden dauernden Ruheperioden zwischen den Sakkaden, in denen das Auge Wortbilder wahrnimmt.

Flattersatz

Satzart mit ungleich langen Zeilen, die nur auf einer Seite optisch eine gleichmäßige Linie bilden. Je nach Ausrichtung spricht man von linksbündigem und rechtsbündigem Flattersatz. Werden die Zeilen mit der gleichen Textmenge wie beim Blocksatz gefüllt, spricht man von Rauhsatz; im DTP läßt sich auch von programmiertem Flattersatz sprechen. Zuweilen wird auch der auf Mittelachse zentrierte Satz mit ungleichen Außenrändern als (mittiger) Flattersatz bezeichnet.

Fleisch

Die nichtdruckende Fläche der Letter außerhalb der Buchstabenform; führt bei kritischen Buchstabenbegegnungen zu optisch größeren Abständen, die durch Unterschneiden (Kerning) ausgeglichen werden müssen. Im DTP durch die Laufweite regulierbar.

Format

Größenangabe für Papier z.B. DIN A4

Fließtext

Hauptmenge des Textes einer Drucksache („eigentlicher Text“); auch Grundtext oder laufender Text in der Grundschrift

Font

Dateisatz, in dem Schriftzeichen etc. mit gleichen peripheren grafischen Merkmalen zusammengefaßt sind; zuweilen synonym für Schrift und Schriftfamilie gebraucht.

Fotos

Farbfotos, Bilder und Abbildungen für den Vierfarbdruck müssen in einer Lithoanstalt aufgerastert (d.h. Farben bzw. Grautöne müssen in schwarze Punkte verschiedene Größe und Dichte zerlegt) und für den Druck in der Repro aufbereitet werden. Bilder können z.T. auch elektronisch bearbeitet werden (EBV). Sollten Sie sich jedoch für die kostengünstigere s/w Kopie – die jedoch einen Qualitätsverlust mit sich bringt – entscheiden, können Bilder etc. an einem 1200 dpi Scanner eingescannt und weiterverarbeitet werden.

Footer

Fußzeile

Format

Papierfläche für Drucksachen mit oft genormten oder standardisierten Seitenproportionen (Goldener Schnitt; DIN-Formate). Beim (häufigeren) Hochformat ist die Horizontale kürzer als die Vertikale; im umgekehrten Fall spricht man vom Querformat.

Formensatz (auch: Formsatz)

Besonders im DTP Satzart, bei der Zeilenfall und Zeilenlänge sich den Konturen oder der Silhouette eines Bildes etc. anpassen (könnte daher auch Konturen- oder Silhouettensatz heißen). Auch Fälle, bei denen der Schriftsatz selbst als Bild wirkt, werden als F. bezeichnet.

Fotosatz

Optisches Verfahren zur Herstellung von Druckvorlagen für Tief-, Offset-, Sieb- und auch Hochdruck, bei dem die Schriftzeichen durch vorhandene Negative (Typenscheibe) direkt auf einen lichtempfindlichen Film projiziert werden, daher auch „optischer Fotosatz“ genannt; vgl. Bleisatz, Lichtsatz.

Fraktursatz

Das Setzen von Texten in Frakturschriften; aufgrund des im Bleisatz z.T. unterschiedlichen Zeichenbestands (z.B. langes und rundes S) galten (gelten) für den Fraktursatz besondere Regeln; so hatten Frakturschriften ursprünglich keine Akzentbuchstaben (diese wurden erst im Computersatz eingeführt) und keinen kursiven Schriftschnitt zum Auszeichnen.

Frakturschrift

gebrochene Schrift, vor allem in Deutschland, die sich nach der gotischen Schrift parallel zur Schwabacher entwickelte. Charakteristisch sind die geschwungenen, langen Ansatzstriche bei den Großbuchstaben, die sog. „Elefantenrüssel“. Fälschlich als Oberbegriff für alle Gebrochenen Schriften verwendet.

Frakturvarianten

Klasse Xe; hierzu zählen alle gebrochenen Schriften, die bei Xa-d nicht eingeordnet werden können, weil ihre Strichführung vom Charakter der entsprechenden Gruppe abweicht.

französische Renaissance-Antiqua

Schriftklasse II; Renaissance-Antiqua; GaramondAntiqua.

Fremdländische Schriften

Schriftklasse XI; Sammelklasse für alle nicht lateinischen Schriften.

Fußnote

Anmerkung am Fuß einer Seite, die meist in einem kleineren Schriftgrad gesetzt wird

 

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