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Randausgleich

Der Ausgleich von optisch auffälligen Leerräumen (vor allem) an der rechten Satzkante beim Blocksatz, die durch Punkte und Trennungsstriche entstehen; schon von Gutenberg beim Satz seiner 42zeiligen Bibel verwirklicht; im DTP durch ein Ästhetikprogramm.

Ränder

Auch Bundstege genannt, die Abstände des Satzspiegels von oben (Kopf), unten (Fuß) und links, rechts oder innen und außen.

Random-Fonts

Schriften, deren Schriftbild (Outline) sich per Zufallsgenerator kontinuierlich verändert, z.B. die 1990 auf dem Markt erschienene Schrift Beowulf der holländischen Schriftdesigner Erik van Blokland und Just van Rossum.

Raster

Auflösung von Bildern oder Flächen in Rasterpunkte

Rasterfeld, Rastersystem

Gestaltungsraster

Rasterunterlegung

Unterlegung

Rauhsatz

Satz mit gleichmäßigen Wortabständen und verschieden langen Zeilen. Unbearbeiteter Flattersatz, von der Textmenge her ebenso umfangreich wie Blocksatz, da der restliche Raum nicht zwischen den Wörtern verteilt wird. Um einen harmonischen, dynamischen Zeilenfall zu erhalten, muß der Rauhsatz nachbearbeitet werden.

rechtsbündig

Vorzugsweise im Akzidenz- und Zeitungssatz angewendete Ausrichtung (Satzart/Satzanordnung), bei der Zeilen unterschiedlicher Länge auf Rechtsachse gestellt sind und links frei auslaufen; Flattersatz. Rechtsbündiger Flattersatz eignet sich nicht für Mengensatz, da das Auge beim Zeilenwechsel jedesmal den Anfang der folgenden Zeile suchen muß; er kommt daher nur für Bildlegenden, Marginalien und Überschriften in Frage.

Register(haltigkeit)

Genaues Aufeinanderpassen der Textzeilen und Kolumnentitel der Vorder- und Rückseite beim Schön- und Widerdruck. Bei mehrspaltigem Satz, wenn die Schriftlinien benachbarter Zeilen sich auf gleicher Höhe befinden.

Regletten (Längendurchschuß)

Dünne Bleistreifen in der Stärke von 1, 2, 3, 4, 6 und 12 Punkt, die in unterschiedlichen, genormten Längen (6, 8, 10, 12, 16 und 20 Cicero) vorhanden waren und zum Durchschießen (Durchschuß) des Schriftsatzes verwendet wurden.

Regular

Normaler Schriftschnitt; je nach hauptsächlicher Verwendung auch: Medium, Book, Text.

Reinlayout

Letzte Phase beim Layouten; ausgearbeiteter Entwurf einer Drucksache.

Reinzeichnen

Das Säubern der Layoutdatei und aufbereiten für den Druck, d.h. Bilder und Grafiken wurden durch hochauflösunde Dateien im richtigen Farbraum, mit dem richtigen Farbprofil versehen, ersetzt.

Reinzeichnung

Die gesäuberte und für den Druck bereits aufbearbeitete Layoutdatei.

Renaissance-Antiqua

Aus der humanistischen Minuskel des 15. Jhdts. hervorgegangene Schrift, mit schräg angesetzter Breitfeder im Wechselzug geschrieben; keine ausgeprägten Unterschiede in der Stärke der Haar- und Grundstriche; Achse der Rundungen nach links geneigt; erste Antiqua-Druckschrift. Aufgrund des ausgeglichenen und dennoch dynamischen Schriftbildes sind Schriften aus dieser Klasse gute Lese- und Mengensatzschriften.

Replikenstrich

In vielen Sprachkulturen wird in belletristischer Literatur und Zeitungs-/Zeitschriftenartikeln der Beginn einer direkten Rede anstatt mit Anführungszeichen durch einen Halbgeviertstrich markiert Richtlinien für den Schriftsatz Teil von Duden 1 (Rechtschreibung), in dem die Verwendung bestimmter Zeichen und ihre Kombination mit anderen typografischen Mitteln (z.B. Leerraum) geregelt ist; sollte im Computersatz bzw. DTP bei der Gestaltung von Druckvorlagen anstelle der Hinweise für das Maschinenschreiben benutzt werden.

Reproduktion

Wiedergabe, Vervielfältigung von Bild und Text in möglichst originalgetreuer Form

Rohlayout

Zwischenphase beim Layouten: nach dem Scribble wird das Rohlayout angefertigt, in dem Überschriften, Bilder Fotos etc. skizziert werden, um die Gesamtwirkung beurteilen zu können.

Roman

Normaler Schriftschnitt; wohl ein Verweis auf den Ursprung der Antiqua aus dem romanischen Kulturbereich.

Rotunda

Gebrochene Schrift aus dem 13. und 14. Jhdt. mit stark betonten Senkrechten wie bei der gotischen Schrift, aber gemilderten Brechungen, einem breiteren Duktus und runden Zügen; entstanden aus der karolingischen Minuskel, besonders in Italien stark verbreitet; in Deutschland in der Frühzeit des Buchdrucks von der Schwabacher, in West- und Südeuropa von der Antiqua verdrängt; Rundgotisch.

Rounded

Abgerundeter Schriftschnitt, z.B. Helvetica Rounded.

Rückschwung

Augenbewegung beim Lesen vom Zeilenende zum Beginn der nächsten Zeile. Bei langen Zeilen darf der Zeilenabstand nicht zu gering sein, sonst besteht die Gefahr, daß beim Rückschwung das Auge in die gleiche oder übernächste Zeile gerät.

rundes S, Rund-s

Allograph des S-Graphems, das ursprünglich nur im Auslaut verwendet wurde, heute aber auch in den Frakturschriften das lange S im Anlaut und Inlaut verdrängt.

runde Schriften

(Druck)schriften römischen Ursprungs (Antiqua), bei denen die meisten Kleinbuchstaben bogen- oder kreisförmige Rundungen aufweisen; Gegensatz gebrochene Schriften, Bastardschriften; Schriftcharakter.

Rundgotisch

Die am wenigsten gebrochene Schrift der DIN-Klassifikationsgruppe X; spätmittelalterliche Schrift, beruhend auf der Rotunda; vor allem im südeuropäischen Raum verwendet, dem Schriftbild der Antiqua nahestehend.

 

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