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Vakatseite

Unbedruckte Seite eines Werks, die aber bei der Seitenpaginierung mitgezählt wird.

Venezianische Renaissance-Antiqua

Schriftklasse I; Renaissance-Antiqua

Verfasserkorrektur

Autorenkorrektur

Versal, Versalien

Auf die Majuskelschriften, vor allem die römische Capitalis, zurückgehenden Großbuchstaben.

Versalhöhe

Höhe des Buchstaben H von der Grundlinie (Schriftlinie) bis zur oberen Strichbegrenzung. Bei vielen Schriften, vor allem den historischen Varianten der Renaissance-Antiqua und den davon abgeleiteten Serifenlosen, etwas kleiner als die Oberlänge, ein Beweis für die doppelte stilistische Herkunft von Versalien und Gemeinen.

Versalsatz

Textteile, die nur in Großbuchstaben (Versalien) gesetzt werden (z.B. bei Titelsatz). Bei diesen wurde im Bleisatz die Technik des Ausgleichens vorausgesetzt; im DTP ohne manuelle Nachbereitung automatisch meist mit zu enger Laufweite.

Versalschrift

Schrift oder Schriftschnitt, deren Zeichensatz nur aus Versalien, Ziffern und Interpunktionszeichen besteht; vorwiegend für Titel- und Akzidenzsatz.

Versalziffern

Ziffern in Versalhöhe, d.h. ohne Ober- und Unterlängen; als Charakterziffern mit individueller Dickte, als Tabellenziffern in der Breite eines Halbgevierts.

vertikaler Raumbedarf

Mindestraum, den eine Schrift im Text normalerweise benötigt; besteht aus der Vertikalhöhe (oder hp-Höhe) plus an der Unterlänge hinzu-gefügtem Raum, in etwa den Schriftgraden des Bleisatzes entsprechend; daher auch fiktiver Kegel genannt.

Vertikalhöhe

Optische Schriftgröße, gemessen von der Unterkante der Unterlänge bis zur Oberkante der Oberlänge. hp-Höhe = größte vertikale Ausdehnung; vertikaler Raumbedarf.

Vierliniensystem

Groß- und Kleinbuchstaben der lateinischen Schrift bilden vier imaginäre Linien, an die die Buchstaben grenzen (Mittel-, Oberund Unterlänge). Dadurch entstehen charakteristische Wortbilder.

Viertelgeviert

Im Bleisatz Ausschlußstück (Leerraum) in der Breite des vierten Teils des Schriftkegels, bei einer 12-Punkt-Schrift also 3 pt.

Vignetten

Bildhaftes oder abstraktes typografisches Ziermaterial; meist in DTP-Fonts namens Ornaments enthalten; vgl. Zierat.

Villardsche(r) Teilungskanon, Figur

Geometrische Figur, bei der eine Linie fortschreitend in immer kleinere Teile geteilt wird (nicht zu verwechseln mit dem Goldenen Schnitt). Diese Figur; benannt nach dem um 1230–35 nachweisbaren französischen Baumeister Villard de Honnecourt aus der Picardie, wird (im Verhältnis 2:1) zur Konstruktion des Satzspiegels von BuchDoppelseiten benutzt und ergibt dann eine Neunerteilung (siehe unten). Durch diese Konstruktion erhält man einen Satzspiegel, der immer die gleichen Proportionen wie die Buchseite hat.

Vorauskorrektur

Das Überprüfen eines in Manuskriptform abgelieferten Textes vor Beginn des Setzens im Verlag oder in der Druckerei, vor allem im Hinblick auf Vollständigkeit, Orthographie und einheitlicher Anwendung von Satzzeichen, Symbolen, Fußnoten etc.

Vorschlag

Im Werksatz: Freier Raum über einem Kapitelanfang. Sollte mit der Rückseite Register halten, d.h. eine volle Zahl von Textzeilen umfassen. Nach dem Vorschlag läßt man den Text am besten mit einer Initiale beginnen.

Vorschub

Zeilenvorschub

 

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