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Zeichensatz

Das lateinische Alphabet entwickelte sich von einem Zeichensystem zur Visualisierung von Lauten zu einem Zeichensystem zur Visualisierung von Texten. Dies spiegelt sich im Repertoire/Zeichensatz wider. Während ursprünglich das lateinische Alphabet aus 26 Zeichen bestand, umfaßt ein moderner Font wie die Officina von Erik Spiekermann 223 Zeichen einschl. 2 Leerzeichen.

Zeile

Gesamtheit der in einer Reihe nebeneinander gesetzten Buchstaben, Ziffern, Interpunktionen und (Wort)zwischenräume; typografische Gestaltungseinheit, gleichzeitig beim Lesen kognitive Einheit für die „Internalisierung“ im Gehirn.

Zeilenabstand

Der Abstand von einer Schriftlinie zur nächsten Schriftlinie, in den gängigen Programmen meist 120 % der Schriftgröße.

Zeilenbreite

Satzbreite, Spaltenbreite, Zeilenlänge.

Zeilendurchschuß

Neuwort in einigen DTP-Programmen, gebildet aus Zeilenabstand und Durchschuß; gemeint ist der Abstand zwischen den Schriftlinien aufeinanderfolgender Zeilen eines Absatzes; auch Zeilenzwischenraum.

Zeilenfall

Beim Flattersatz der Wechsel von Zeilen unterschiedlicher optischer Breite. Aus ästhetischen Gründen sollte ein dynamischer Z. angestrebt werden, bei dem ein deutlicher Kontrast zwischen längeren und kürzeren Zeilen besteht. Das Satzbild, das durch die Zeilenproportionen einer Satzgruppe entsteht. Demnach unterscheidet man freien Zeilenfall z.B. (beim Flattersatz), Trichterfall, Treppenfall, Dreizeilenfall und geschlossenen Zeilenfall (Blocksatz).

Zeilenlänge

auch Zeilenbreite: sollte unter dem Aspekt der Lesbarkeit für „lineares Lesen“ ca. 60–70 Zeichen nicht überschreiten, bei wissenschaftlichen Werken kann bis auf 80 Zeichen erhöht werden.

Zeilenrhythmus

Im DTP die Möglichkeit, durch Einstellung eines Musters die Aufeinanderfolge von kurzen und langen Zeilen so zu bestimmen, daß ein dynamischer Zeilenfalll gewährleistet ist.

Zeilenschaltung/Zeilenvorschub

Zeilenabstand, gemessen in mm.

Zeilenzwischenraum

In der Sprache von Laientypografen Zeilenabstand.

Zeitungsdruck, Zeitungssatz

Die Herstellung von Zeitungen und Zeitschriften.

Zeitungsschriften

Im Bleisatz Schriften, die nur für die Herstellung von Zeitungen benutzt wurden durch hohe Abnutzung nicht für Qualitätssatz verwendet werden durften.

Zierate

Typografische Schmuckelemente ohne Symbolgehalt, verwendet als Einzelstück, zur Leiste gereiht, als Rahmen oder Fläche, um die Seite zu gliedern, aufzulockern etc.

Ziffern

Die aus dem Arabischen stammenden Ziffern existierten ursprünglich in zwei Varianten als Mediäval-/Minuskelziffern und Tabellen-/Versalziffern. Erstere folgen mit Ober-, Mittel- und Unterlängen dem Vierliniensystem und wurden im fortlaufenden Text zusammen mit Kleinbuchstaben benutzt, letztere sind ebenso groß wie Versalien (Zweiliniensystem) und sind vor allem zusammen mit diesen oder für Tabellen bestimmt.

Zoom

Vergrößerung einer Ansicht oder eines Ausschnittes

Zurichtung

Arbeitstechnik beim Buchdruck vor dem Drucken, bei der Höhendifferenzen in der Druckform ausgeglichen werden und dadurch ein gleichmäßiges Druckbild erreicht wird.

Zweiliniensystem

Bei Majuskelschriften (Versalschrift) wie der Capitalis grenzen alle Buchstaben optisch an zwei imaginäre Linien, sind also gleich hoch (Versalhöhe). Dadurch entsteht ein gleichmäßig graues Band ohne typische Wortbilder.

Zwiebelfisch

Werkstattsprachlicher Ausdruck der Bleisatzära; gemeint ist ein Buchstabe, der aus einer anderen Schrift stammt (z.B. Garamond-e statt Times-e); entstanden durch Nachlässigkeit beim „Ablegen“ des Satzes, d. h. bei der Rückführung der gesetzten Schriften in den Schriftkasten.

Zwischenschlag

Durch Einfügen von Blindmaterial festgesetzter Leerraum zwischen Spalten (oder Satzgruppen); im DTP: Spaltenabstand; sollte deutlich größer sein als der maximale Wortabstand und der Zeilenabstand.

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